Allgäuer Zeitung Marktoberdorf,
16.05.2001

Welch Sänger, welch Klang'
Carl-Orff-Chor macht Zuhörern und Parmed ein Geschenk
Von Hans-Wolfhard Grabo

(...) Der erste Teil wurde mit "Richte mich Gott" von Felix Mendelssohn-Bartholdy abgeschlossen. Brillant und kompetent, ja kompakt vorgetragen, ohne in Routine abzudriften.
(...)
Abschluss und Höhepunkt des Chorkonzertes waren Arvo Pärts "Magnificat" und Zoltan Kodalys "Jesus und die Krämer". Hier, zeigte der Carl Orff Chor sein wahres Format. Arvo Pärt verlangt von den einzelnen Stimmen äußerste Präzision der Stimmführung nahe den Dissonanzen, dazu ein Timing, welches beim Stimmwechsel den vollen Klang der abgewunkenen Stimme bestehen lässt. Der Chor schaffte in langen Passagen ein Pianissimo, das deutlich den Regen außerhalb von St. Mang vernehmen ließ. Kontrast dazu Kodalys Laufgemälde mit ungarischen Worten unterlegt, die man nicht übersetzen musste, um Zugang zum Inhalt zu finden. Brillant, voller Dynamik und Farbe. Welch Sänger, welch Zusammenspiel, welch Klangbild und Ausdruck. Schön, dass es in diesem Landkreis so einen Chor gibt. Auf ein nächstes Mal!

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